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5 Kommentare

Workshop: Covergirl

Kaum ein Foto erscheint heute unretuschiert auf einem Cover. Der makellose Mensch wird verlangt und zur Not virtuell erschaffen. Das endet zumeist in unwirklichen Schönheiten. Dezent eingesetzt, kann die Retusche aber für ansehnliche Resultate sorgen.

Wir wissen: Jugend kann weder anhaltend bewahrt noch zurückgewonnen werden. Aber man kann sie neu beleben und ihre positive Ausstrahlung dank Photoshop wieder zum Vorschein bringen. Natürlich können schöne Menschen so noch schöner werden. Die digitale Schönheitsoperation bietet da eine kostengünstige Alternative. Lesen Sie hier einen nicht ganz ernst gemeinten Überblick.

1. Das Ziel

Viele Topmodels feiern ihren Durchbruch mit einem Cover auf bekannten Magazinen wie etwa „Sports Illustrated“ (und unser Model hat ein ganz besonderes Accessoire zur Hand, um seinen Anspruch durchzusetzen).

2. Taille

Selbst bei sehr schlanken Models bekommt die Hüfte mehr Schwung, wird das Model also noch schlanker abgebildet. Hier wurde aus der Bluse ein Kleid gezaubert und etwa zehn Kilo „Hüftgold“ weggeschnitten.

3. Brust

Die perfekte Brust wird subjektiv anders empfunden und lässt sich nicht genau definieren. Die meisten Frauen fühlen sich wohl, wenn sie harmonisch zu der übrigen Körperform passt. Tut sie es nicht, können Photoshop-Spezialisten der Abteilung „Ästhetisch-Plastische Chirurgie“ die Größe und Form vorteilhaft korrigieren.

Bügeln gehört wohl zu der meistgehassten Hausarbeit, dabei kann ein Kleid auch nachträglich faltenfreier und im reinsten Weiß präsentiert werden.

4. Haare und Haut

Wenn das Kleid Tage nach der Aufnahme virtuell gebügelt werden kann, warum sollten Sie nicht auch gleich mit Photoshop die Haare waschen und färben?

Der Trend geht mehr und mehr in Richtung „Plastikgesicht“. Die Haut der Models und Stars auf dem Cover sollte zwar keine Pickel und möglichst wenig Falten zeigen, was ohne Photoshop zumeist schon mit Make-up erreicht wird, doch werden vermehrt porenfreie Menschen abgebildet, auch wenn die Mehrheit der Leser meiner Erfahrung nach Natürlichkeit bevorzugen würde.

5. Augen, Mund und Accessoires

Volle, wohlgeformte Lippen wünschen sich viele Frauen, da sie das Gesicht besonders sinnlich und weiblich erscheinen lassen. Das Ergebnis sind oft aufgeblasene Schwimmreifen. Mit Photoshop können Sie dezenter vorgehen. Was auch bei den Augen vorteilhaft sein kann. Falten, Schlupflider und Tränensäcke sind unerwünscht und werden wegretuschiert, denn die Augen dürfen niemals traurig, müde oder gar alt wirken.

Wenn schon der Mensch verschönert wird, dann muss auch der Rest stimmen. Deshalb wird die Kleidung zurechtgemacht, unerwünschte Gegenstände oder gar Menschen werden gelöscht, und allzu „Schräges“ wird gerade gebogen.

Kommentare

  1. Sehe ich genau so..
    Habe im Zeitungsladen eine Fernsehzeitung gesehen. Die sind wohl im Moment das beste Beispiel für absolut übertriebene Retusche.. Der Mensch ist kaum erkennbar, selbst, wenn er ein bekannter Promi ist..
    Ich glaube kaum, dass Menschen das wollen, wobei es mir egal wäre, wenn ich eine Fernsehzeitschrift kaufe, wer da auf dem Cover abgebildet ist..
    Aber die Wirtschaft gibt vor, was die Menschen zu sehen haben. Werden natürliche Models abgebildet, empfindet man das als komisch.
    Wie mit den „Magermodesl“. Es wird davon gesporchen, dass dieser Trend vorbei sei, aber erst in dieser Woche in Paris (Prète à porté) wurde wieder gezeigt, dass es sich durchaus nichts verändert hat..

    Furchtbar..

    M.

  2. Habe die Tage erst gelesen, dass die Zeitschrift „Brigitte“ ab 2010 keine professionellen Models mehr ablichten will, sondern nur noch „normale“ Menschen. Recht so!

  3. joschi

    Sehr interessant..
    Mir missfällt nur das klare Dreieck in der Hüfte :)
    Ist die Brust nur Dodge&Burn?
    Zum Thema Brigitte:
    ist doch eh egal, wie die Person aussieht, Photoshop macht es möglich.
    gruß

  4. Dirk Metzmacher

    @joschi: Klar, das Dreieck ist viel zu hart, und ja, nur Dodge&Burn…

    @oberleiner: Vielleicht normale Menschen, aber sicher auch mit Photoshop behandelt!

    @DasMaddin: Das Problem ist ja: Es verkauft sich einfach besser, deshalb sind die ganzen TV-Magazine auch so gleichgeschaltet…

  5. Matthias Kögler

    Ja genau!
    Und die jungen Mädels magern sich ab, wenn sie Rihanna oder Shakira und CO. auf ihren Postern an der Wand sehen.

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