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6 Kommentare

Steintextur

Im Vortrag und auch im Workshop Smart Objekte & Smartfilter habe ich auf der Photoshop Convention ein Tutorial präsentiert, das schon recht alt ist. Immer noch gut, aber eigentlich nichts Neues. Neu war allerdings der Workflow, die einzelnen Schritte innerhalb von Photoshop, da sich dank den Smartfiltern einiges ändern wird. Überraschungen inklusive!

So kann aus einer leeren Ebene eine anspruchsvolle Steintextur entstehen. Das erstaunliche dabei ist, dass diese Ebene wirklich leer bleibt und nur die Kombination der Filter für das Ergebnis sorgt.

1. Öffnen Sie über »Datei > Neu« ein Dokument mit etwa 800 x 600 Pixel. Die Grösse ist nicht zwingend, die Fläche darf also grösser oder kleiner sein. Der Farbmodus sollte hierbei auf RGB, der Hintergrundinhalt auf Transparent stehen. Ein Blick in die Ebenenpalette zeigt, dass die Ebene 1 noch eine ganz normale Ebene ist. Ein Klick auf »Filter > Für Smartfilter konvertieren« ändert das schnell, womit die Ebene in ein Smart Objekt umgewandelt wurde.

Werkzeuge und Anpassungen lassen sich nicht mehr auf dem direkten Weg einsetzen, was nicht weiter stört, da wir in diesem Tutorial vorerst nur den Buchstaben D auf der Tastatur drücken und dann den »Filter > Renderfilter > Wolken« einsetzen möchten. Der Ebene 1 wurde ein Eintrag mit einer Maskenminiatur für Filtereffekte und der Name des Smartfilters zugeordnet.

2. Wechseln Sie von der Ebenen- in die Kanäleansicht und klicken Sie unten rechts auf den Button »Neuen Kanal erstellen«. Der Kanal Alpha 1 wurde erzeugt. Wir ändern den Namen auf Differenz-Wolken ab. Ein Doppelklick auf Alpha 1 und das Eintippen über die Tastatur reichen dazu aus. Damit der Name auch zum Inhalt passt, wird der »Filter > Renderfilter > Differenz-Wolken« dreimal angewendet, um neben der Wolken- noch eine weitere Struktur zu erhalten. Durch die Wiederholung des Filters verwandelt sich das Schwarz in eine Marmor ähnliche Oberfläche.

3. Wechseln Sie in zur Ebenenpalette und aktivieren Sie die Ebene 1 mit einem Klick auf den Ebenennamen, so dass die Ebene blau hinterlegt ist. Der »Filter > Renderfilter > Beleuchtungseffekte» mit den Einstellungen Intensität: 35, Fokus: 100, Glanz: -100, Material 100, Belichtung: 0 und Umgebung: 0 sowie dem Relief-Kanal Differenz-Wolken und Höhe: 100 sorgt für die erste Steintextur aus dem Nichts. Das Licht sollte von oben links kommen und möglichst das gesamte Dokument aufhellen.

4. Kopieren Sie die Ebene per Drag & Drop in der Ebenenpalette auf den Button »Neue Ebene erstellen«. Ein Doppelklick auf den Filternamen Wolken in der Ebene 1 Kopie sorgt dafür, dass dieser Filter noch einmal angewendet wird. Der Wolkenfilter bietet keine Optionen an, sondern es wird jedesmal aufs Neue ein Zufallsprodukt entstehen. Ganz anders beim Filter Beleuchtungseffekte. Hier öffnet sich das Optionsfenster, in dem wir die Lichtrichtung auf oben rechts abändern, was mit »OK« bestätigt wird.

Aktivieren Sie die Maskenminiatur für Filtereffekte der Ebene 1 Kopie durch anklicken und wenden Sie noch einmal den »Renderfilter > Wolken« an. In einer Maske steht die Farbe Schwarz für „Unsichtbar“, die Farbe Weiss für „Sichtbar“. Alle Grautöne dazwischen sind also Abstufungen in der Sichtbarkeit. Hier sorgen die Wolken in der Maske dafür, dass von der zweiten Steintextur nur manche Bereiche angezeigt werden, was insgesamt für eine harmonisch ausgeleuchtete Struktur sorgt.

5. Wie schon angesprochen können Anpassungen nicht direkt eingesetzt werden. Der grösste Teil steht jedoch als Einstellungsebene zur Verfügung. Um die Steintextur dezent zu kolorieren klicken Sie auf »Ebene > Neue Einstellungsebene > Farbton/Sättigung« und OK, um dann Färben abzuhaken. Stellen Sie den Farbton auf etwa 35 und die Sättigung auf 8 ein, um für eine realistische Färbung zu sorgen. Nachdem die Auswahl mit OK bestötigt wurde aktivieren Sie die »Einstellungsebene > Gradationskurven« mit der Vorgabe Mittlerer Kontrast.

6. Wer mag, kann den beiden Ebenen noch den Smartfilter »Unscharf maskieren« mit Stärke: 500% und Radius: 0,2 Pixel zuordnen. Übrigens müssen Sie den Filter nicht zweimal einstellen. Es reicht, wenn Sie den Smartfilter per Drag & Drop auf die andere Filterliste ziehen und dabei die Alt-Taste gedrückt halten.

Wer einen Schritt weiter gehen möchte aktiviert noch einmal den Kanal Differenz-Wolken, um darin das Text-Werkzeug mit Arial Black, 120 pt und Abrunden zu verwenden. Ein Wort wird geschrieben, mit dem Verschieben-Werkzeug positioniert und die Auswahl mit Wolken gefüllt. Man könnte noch die Auswahl erweitern, über »Kante verbessern« anpassen und noch einmal mit Wolken füllen, diese jedoch über »Bearbeiten > Verblassen: Wolken« etwas abschwächen, um einen sanfteren Übergang zum Hintergrund zu erzeugen.

Wird nun eine Ebene aktiviert, sehen Sie zunächst keine Änderung. Dazu müssen die Optionen des Smartfilters Beleuchtungseffekte noch einmal aufgerufen und mit »OK« bestätigt werden. Photoshop erkennt die Änderung im Kanal nicht automatisch. Oftmals ist der Text an wenigen Stellen zu scharfkantig. Es ist aber kein Problem, mit den Werkzeugen Kopierstempel oder Wischfinger partiell für noch weichere Übergänge in der Maske zu sorgen.

Kommentare

  1. Sauber! Schön das jetzt nochmal extra zu haben. Auf der Convention gings einfach zu schnell. Danke Dirk!

  2. Coco

    jo, sehr schickes ergebnis. und das ist das wichtigste. schön schön!

  3. Marc

    Gefällt mir sehr gut… und die Smartfilter sind genial! Endlich mal wieder eine neue Funktion, die eine kleine Revolution auslösen wird.

  4. ui das sieht mal wirklich gut aus.

  5. Hi,
    klasse Beitrag vor allem ist die Smartfilter Funktion natürlich genial ;-)
    Solche Anleitungen gibts zwar oft im I-Net, aber sind so ausführlich schwer zu finden, deswegen von mir ein *daumen-hoch*

    Lg

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