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Photoshop CS3 für Fotografen

Ich möchte euch das schöne Buch Adobe Photoshop CS3 für Fotografen vorstellen. Die 700 Seiten bieten mehr als 750 Farbbilder, was eindeutig für ein Buch mit dem Schwerpunkt auf das Thema Fotografie spricht. Gut strukturiert werden (wieder einmal) die Photoshop-Grundlagen abgehakt, Tipps zur Konfiguration der Software gegeben und grundlegende Bildregelungen angesprochen. Diese Kapitel würde ich noch nicht als „speziell für Fotografen geschrieben“ bezeichnen.

So richtig im Thema ist man erst im Kapitel 5 mit der Camera-Raw-Entwicklung. Hierbei wird das digitale Negativ in eine anspruchsvolle Aufnahme umgewandelt, die nach einer Bildretusche, kleineren Reparaturarbeiten, auch dank Ebenen, Auswahlen und Masken, in der Qualität gesteigert wird. Die zuletzt genannten Punkte sind die Ãœberschriften der weiteren Kapitel woraus ersichtlich wird, dass dieses Buch dem Workflow des Fotografen folgt.

Nachdem allgemeine Verschönerungen und eine Steigerung der Bildqualität erreicht wurden, kommen die Effekte wie aus der Dunkelkammer und die Photoshop-Filter ins Spiel. Hier geht es um die kreative Umsetzung typischer Vorgänge wie etwa hin zur knackigen Schwarz-Weiss-Aufnahme oder einer Koloration im Duplex-Stil.

Das Bild- und Farbmanagement, die Druckausgabe sowie der Export fürs Web werden in eigenen Kapiteln angesprochen. Zu guter Letzt erfährt man noch, wie man Photoshop automatisieren kann. Wie schon beschrieben ist der grösste Pluspunkt dieses Buchs, dass ein typischer Arbeitsablauf eines Fotografen Schritt für Schritt in eigenen Kapiteln nachgebildet wird. Das zum Anfang etwa 200 Seiten für die Photoshop-Grundlagen „verschwendet“ werden, ist wohl ein allgemeines Problem der Verlage oder vielleicht auch ein Kundenwunsch.

Meine Meinung: Es ist ein Buch speziell für Fotografen. Die Grundlagen hat der Fotograf schon seid einem Buch wie etwa das Adobe Photoshop CS3 Kompendium gelesen und verstanden, weshalb sie das Buch in diesem Fall nur dicker und teurer machen. Diese Kritik richtet sich nicht speziell an dieses Buch. Leider werden die Grundlagen oftmals als Zugabe in den ersten drei bis vier Kapiteln durchgekaut.

Das es auch anders geht, zeigt das Buch Photoshop Farbkorrektur. Das erste Kapitel heisst da: Farbe, Kontrast und Kanäle. Es spricht wirklich nur die Profis an, was auch daran ersichtlich ist, dass eine Qualitätssteigerung hauptsächlich durch die Gradationskurven erreicht wird. Zurecht könnte man dieses Standardwerk auch Das Gradationskurven-Buch nennen. Selbst von der Tonwertkorrektur oder von Selektionen wird abgeraten. Dazu möchte ich noch einige Amazon-Rezensionen zitieren: „Das ist ja wirklich Hardcore“ oder „Photoshop für Hartgesottene“. Schwere Kost, wie Tolstoi für Photoshop.

Fazit: Photoshop CS3 für Fotografen ist empfehlenswert, wenn man als (Semi-)professioneller Fotograf einen effizienten Arbeitsablauf kennenlernen möchte.