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Galileo Design: Porträtretusche im RAW-Format

Foto: Hilla Südhaus Inhalt: Selektive und lokale Korrekturen kombinieren

1. Basisanpassung

Die meisten der Korrekturen dieses Workshops sind lokaler Art. Umso wichtiger ist es, dass Sie die Anpassungen, die das ganze Motiv betreffen, an den Anfang stellen.

Durch eine minimale Belichtungkorrektur um eine Viertelblende 1 und ein zusätzliches Anheben der Helligkeit auf einen Wert von 55–60 verlieren die Hauttöne ein wenig die Schatten.

Gleichzeitig können Sie den Fülllicht-Regler auf einen Wert von ca. 15 anheben, um die Schatten – auch im Pullover – heller zu machen.

Galileo Design: Porträtretusche im RAW-Format

2. Kleine Hautretusche

Nach der globalen Anpassung folgen die Retusche-Aufgaben. Wählen Sie den Bereichsreparatur-Pinsel aus der Werkzeugleiste und wählen Sie aus dessen Popup-Menü Reparieren als Art.

Reduzieren Sie außerdem die Deckkraft, z. B. auf 60 %, denn Hautretuschen wirken natürlicher, wenn sie nur überlagern und nicht völlig abdecken. Ziehen Sie dann aus der Mitte der ersten, kleinen Hauterhebung einen Kreis auf 2 (der Radius ergibt sich von selbst).

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3. Reparaturquelle

wählen Sobald Sie den Mauszeiger loslassen, erscheint ein zweiter – grüner – Kreis 3. Dies ist die Reparaturquelle, aus der die überlagernden Pixel kopiert werden.

Sie können diesen Kreis mit dem Mauszeiger an jede beliebige Stelle bewegen und so einen passenden homogenen Bereich als Reparaturquelle auswählen.

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4. Glaubwürdige Retusche

So können Sie jetzt einen Reparaturkreis nach dem anderen aufziehen, und Sie können jeden einzelnen individuell steuern. Verringern Sie beispielsweise die Deckkraft bei Muttermalen oder Leberflecken, denn diese sind doch oft »ein Teil der Persönlichkeit« und werden von den Porträtierten als sehr vertraut empfunden.

Sie können jede Retuschestelle nachträglich bearbeiten. Klicken Sie zur Aktivierung einfach auf die kreisförmige Markierung 4.

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5. Selektive Anpassungen

Wählen Sie nun aus der Werkzeugleiste das Werkzeug für Selektive Anpassung 5, und wählen Sie gleich die Option Sättigung aus dem Popup-Menü.

Hiermit werden wir störende Rotanteile in der Haut – insbesondere bei den ungeschminkten Händen – korrigieren.

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6. Rot-Sättigung verringern

Klicken Sie mit diesem Werkzeug auf eine besonders rote Stelle an den Fingern, und ziehen Sie mit gedrückter Maustaste nach links.

Sie werden sehen wie die Sättigung aus den roten Hauttönen entweicht.

Gleichzeitig erkennen Sie im Korrekturfenster HSL/Graustufen, dass die Korrektur primär in den Rottönen, aber auch in den Orangetönen stattfindet 6.

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7. Luminanzkorrektur

Der Hautton kann noch ein wenig transparenter werden. Deshalb wird jetzt auf die gleiche Art und Weise die Luminanz der Hauttöne angehoben.

Wählen Sie aus dem Popup-Menü der Selektiven Anpassung die Option Luminanz.

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8. Strahlender Hautton

Klicken Sie auf einen repräsentativen Hautton, und ziehen Sie die Maus nach rechts, so erhöhen Sie die Helligkeit in den Hauttönen.

Im Arbeitsfenster erkennen Sie, in welchen Farbbereichen die Korrektur stattgefunden hat: primär in den Orange-, aber auch leicht in den Rottönen 7.

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9. Lokale Bearbeitung starten

Es gibt noch einige Anpassungen durchzuführen: Zuerst sollte der Hintergrund etwas weniger dominant wirken. Das erzielen Sie schnell, indem Sie dort die Sättigung entziehen.

Wählen Sie den Anpassungspinsel 8 aus der Werkzeugleiste, und klicken Sie in dem erscheinenden Arbeitsfenster auf das Minus-Zeichen 9 vor dem Regler Sättigung. So sind alle anderen Anpassungen auf »Neutral« gestellt, und Sie haben eine gute Ausgangsbasis.

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10. Hintergrund entsättigen

Ziehen Sie vor der Korrektur den Sättigung-Regler auf –100 – so erkennen Sie schnell, wo Sie die Korrektur gleich auftragen. Arbeiten Sie anfangs ruhig mit einer großen Pinselspitze. Stellen Sie eine mittlere Weiche Kante ein, und setzen Sie den Fluss auf 100, um die Korrektur gleichmäßig aufzutragen. Mit der Dichte können Sie die eingestellte Stärke noch modifizieren.

Aktivieren Sie die Option Automatisch maskieren, und tragen Sie die Korrektur mit wechselnden Pinselgrößen auf den Hintergrund auf.

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11. Korrektur

Sollte die automatische Maskierung (die auf in der Mitte der Werkzeugspitze aufgenommenen Farbwerten beruht) einmal versagen, ändern Sie die Option des Anpassungspinsels auf Radieren 10, und entfernen Sie die Korrektur einfach mit passender Pinselgröße und -kante.

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12. Finale Korrektur einstellen

Auch während und nach dem Auftragen der Bildanpassungen können Sie diese noch variieren.

In unserem Fall soll der Hintergrund natürlich nicht schwarzweiß werden. Ziehen Sie deshalb den Regler Sättigung so weit wieder hoch, dass der Hintergrund eine dezente, nicht aufdringliche Sättigung erreicht.

Mit einem Klick auf die Option Neu starten Sie dann eine neue Anpassung.

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13. Weichzeichnung vorbereiten

Das A und O einer jeden Porträtretusche ist die Weichzeichnung der Gesichtszüge. Nun bietet sich im gesamten Raw-Konverter auf den ersten Blick kein Regler für die Weichzeichnung.

Allerdings können Sie natürlich mit negativen Werten für die Klarheit den Detailkontrast verringern. Das entspricht einer Weichzeichnung! Setzen Sie den Wert für Klarheit auf ca. –25, und wählen Sie dafür einen Pinsel mit 100 % weicher Kante und einer Fluss-Einstellung von ca. 30.

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14. Haut abpudern

Die Fluss-Einstellung bewirkt, dass Sie die Weichzeichnung stückweise mit verminderter Wirkung auftragen können. So können Sie jetzt mit dem weichen Anpassungspinsel über die Hautbereiche fahren und durch wiederholte Anwendung die Weichzeichnung verstärken.

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15. Die Scharfzeichnung als Finish

Natürlich darf am Schluss die Scharfzeichnung von Augen, Lippen und Haardetails nicht fehlen. Klicken Sie auf Neu 13 für eine weitere Anpassung und ziehen Sie die Werte für Klarheit und Bildschärfe sehr hoch, bevor Sie mit angemessener Pinsel-Größe und einer Weichen Kante von ca. 50 mit den Augendetails 11 starten.

Sie erkennen an dem grünen Pin 12 den Ausgangspunkt der neuen Anpassung.

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Maike Jarsetz

Galileo Design
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Auf der beiliegenden DVD finden Sie die Beispielbilder aus den Workshops sowie anschauliche Video-Lektionen zur Arbeit mit der Software.

Kommentare

  1. Einfaches aber zweckmäßiges Tutorial, das so auch (fast) zu 100% in Lightroom umgesetzt werden kann.

  2. Jen

    Also ich habe hier gerade viel gelernt. Bisher habe ich RAW immer ein wenig ignoriert.

  3. Tim

    Cooles Tut! Wusste bisher gar nicht, dass man das schon alles in der RAW-Datei bearbeiten kann (z.B. Hautunreinheiten)

    5 Sterne Deluxe Tutorial !

  4. Steve

    Sehr gut beschrieben. Vielen Danke an Dirk, und auch an Galileo Design, dass solche Informationen hier einen Raum finden.

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