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Workshop: Farbsysteme – Teil 1

Sie kennen RGB, CMYK und LAB, doch das diesen Farbsystemen eine recht lange Geschichte unterschiedlichster Ordnungen voraus gegangen ist und darin bekannte Namen wie Newton, da Vinci und Goethe vorkommen, die ihre eigenen Farblehren erdacht haben, wissen vermutlich die wenigsten Gestalter.

Farbtheorie

Begriffe wie Grundfarben, subtraktive oder additive Farbsynthese und Farbsechseck hat jeder schon einmal gehört. Täglich haben wir damit zu tun, entweder am Bildschirm oder beim Gebrauch des Druckers. Stichworte sind hier CMYK und RGB.

1. Die Grundfarben

Die Farben Rot, Grün und Blau entsprechen den Wellenlängenbereichen kurz-, mittel- und langwelligen Lichts und werden oft als Grund- oder Primärfarben bezeichnet. Die Kombination von Wellenlängen zu gleichen Anteilen und voller Stärke ergibt acht Grundfarben.

Eine Grundfarbe ist eine der Farben, aus denen alle weiteren Farben gemischt werden können, die als Misch- oder Sekundärfarben bezeichnet werden. In der Farblehre wird zwischen der additiven und der subtraktiven Farbsynthese unterschieden.

2. Subtraktive Farbsynthese

Bei der subtraktiven Farbsynthese werden vom weißen Licht, das alle Farben enthält, mit Filtern die gewünschten Anteile herausgefiltert. Diese Filter sind Farbstoffe, die bestimmte Bereiche des Lichts absorbieren. Zumeist werden die Filterfarben Cyan, Magenta und Gelb genutzt. Diese Farben finden auch im Druck Anwendung, wo von CMYK die Rede ist, die Mischung von Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schlüsselfarbe).

Die Schlüsselfarbe K ist zumeist Schwarz und dient nicht der Farbgebung, sondern zur Steigerung des Kontrastes in dunklen Bereichen. Der Begriff Key und das Kürzel K steht für Black oder Kontrast und wird statt Black verwendet, um Verwechslungen mit dem B von Blue zu vermeiden. Die Druckfarbe Schwarz ist notwendig, da der Druck der drei anderen Farben nur theoretisch Schwarz ergibt, die genutzten Farben aber nicht perfekt sind.

3. Additive Farbsynthese

Bei der additiven Farbsynthese werden Lichter gemischt. Das Licht einer Farbe kann einen Farbeindruck verschiedener Helligkeit erzeugen. Mit zwei Grundfarben können alle Farben dargestellt werden, die dazwischen, also im Farbraum auf einer Länge zwischen den Grundfarben, liegen. RGB steht für die Farben Rot, Grün und Blau mit voller Sättigung.

4. Das Farbsechseck

Hier werden die Farben Rot, Grün und Blau sowie Magenta, Gelb und Cyan so angeordnet, dass ein doppeltes Dreieck entsteht, zwischen dem die Mischtöne angeordnet werden. So stehen sich je zwei Farben gegenüber, die sich bei der additiven Farbmischung zu Weiß und bei der subtraktiven Farbmischung zu Schwarz vereinigen. Solche Farbgegenstücke werden Komplementärfarben genannt.

Das Farbsechseck wird in zwei Hälften unterteilt. Auf der rechten Seite liegen die kalten, auf der linken Seite die warmen Farbtöne. Die warmen Farbtöne reichen von Grün über Gelb und Rot bis Magenta. Die kalten Farbtöne reichen von Magenta über Blau und Cyan bis Grün. Magenta und Grün liegen zwischen warm und kalt und gelten deshalb als neutral.

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