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Das Wetter von morgen
von Dirk Metzmacher
Die Wettervorhersage, die ich an dieser Stelle anbieten möchte, ist genauer als jeder Wetterfrosch. Denn mit Photoshop kann jeder Wettergott spielen. Ob künstlicher Schnee, Regen oder Nebel, die Umwandlung von Tag zu Nacht, Wolken, Blitze, Sonnenschein oder ein Regenbogen – immer kann eine kleine Bildbearbeitung die Prognosen durcheinander bringen.
Regen
Tutorials, die Wege zum realistischen Regen aufzeigen, findet man kaum. Immer bleibt es bei einer Notlösung, da Regen eigentlich kaum sichtbar ist, weshalb in Photoshop zumeist die »Strich-Lösung« verwendet wird. Zahlreiche Striche simulieren dabei den fallenden Regen, der vom Wind in eine Richtung gepeitscht wird. Unterscheiden kann man zwischen Comic-Regen und realistischem Regen.
Wolken
Photoshop bietet mit dem Wolkenfilter einen Spezialisten an. Einziger Haken: Die Wolkenform kann nicht beeinflusst werden. Ein paar Schritte mehr führen zum ersten Ergebnis, wobei die Wolken an der Unterseite einen leichten Schatten erhalten.
Andere Wolkenformen werden von Hand gezeichnet. Eine einfache Lösung, die selbst der Anfänger mit einer weichen Pinselvorlage hinbekommen sollte, zeigt das zweite Beispiel. Weitaus kunstvoller, aber auch schwieriger zu zeichnen, ist die letzte Wolkenkreation.
Blitz
In nur vier Schritten zum Blitz: Das Verlaufswerkzeug sorgt für einen linearen Verlauf von #cccccc (RGB 204, 204, 204) nach #000000 (RGB 0, 0, 0). Mit dem »Filter ↔ Renderingfilter ↔ Differenzwolken« wird die Grundform erzeugt, die jetzt mit »Bild ↔ Anpassen ↔ Umkehren« bearbeitet wird.
»Bild ↔ Anpassen ↔ Tonwertkorrektur« erzeugt einen Blitz in Schwarz/Weiss, wenn bei dem Punkt »Tonwertspreizung« die Werte 160, 0,2 und 255 eingegeben werden. Um den Blitz einzufärben klickt man auf »Bild ↔ Anpassen ↔ Farbton/Sättigung« und dort unten rechts auf das Kästchen vor Färben.
Folgende Einstellungen ergaben die Farbstimmung im Beispiel:
Farbton: 230
Sättigung: 30
Regenbogen
Nach dem Unwetter erfreut ein Regenbogen die Menschen. Das Verlaufswerkzeug und die Polarkoordinaten spielen hierbei die Hauptrolle. Noch realistischer wird der Regenbogen, wenn er leicht weichgezeichnet und die Deckkraft etwas reduziert wird.
Sonnenschein
Erste Sonnenstrahlen durchbrechen die Wolken. Für diesen Effekt wird erst ein Farbbereich ausgewählt, die Auswahl auf eine neue Ebene kopiert und mit dem Radialen Weichzeichner die Strahlen in Form gebracht.
Nebel
Ein kleines Video zeigt wie es aussehen könnte, wenn nach dem Regen noch etwas Nebel zurück bleibt. Die Grundlage bildet hierbei eine Collage aus einigen Wolkenfotos.
Schnee
Wenn man es mit Photoshop schon regnen lassen kann, dann sollte Schnee auch kein Problem sein. Für die dicken Flocken kommt der Filter Strichumsetzung zum Einsatz.
Tag zu Nacht
Selbst der Wechsel von Tag zu Nacht ist möglich. Blautöne, der Mond und hell erleuchtete Fenster sorgen dabei für die richtige Stimmung.
Kommentare
Hi,
meine Frage passt vielleicht dazu: hat einer eine Idee, wie ich Licht in Autoscheinwerfer simulieren kann? Genauer: Wie kann ich bei Bildern von geparkten Autos simulieren, das das Fahrlicht und/oder der Blinker an ist .
Gruß
Waldi
Also ich würde sagen, Du ziehst mit einem sehr Weichen Pinsel einen Stich von dem Scheinwerfer weg und den kannst Du dann mit dem “Gaußschen Weichzeichner” weichzeichnen und dann noch die Deckkraft ändern.
und mit dem nachbelichter/abwedler tool gehst du paar mal über den scheinwerfer wo die glühbirne sitz, ungefähr. mit den einstellungen mitteltöne und 20% deckkraft.
@ Waldemar: Neue Ebene, Füllmethode auf Überlagern, mit Weiß oder Gelb “Licht zeichnen”.
@ Dirk: Dein Beitrag zeigt mal wieder die Power von Photoshop. Eine schöne Zusammenstellung!
Danke für die Tipps!
Falls noch jemand eine Idee hat, es geht darum, das der Scheinwerfer oder Blinker von innen durch die eigene Lichtquelle beleuchtet aussieht, keine Lichtstrahlen von oder nach außen.Grüße
Waldi
Hatte mich auch schonmal mit dem Thema Nacht und Regen auseinandergesetzt, was rausgekommen ist könnt Ihr Euch hier anschauen:
http://www.hard-pulse.de/gfx/elbental.htm
(die beiden letzten Bilder…)
Ist ziemlich schwierig es wirklich real aussehen zu lassen…
@: Hast du richtig schön hinbekommen, Respekt! Auch der Regen sieht toll aus.
Bei der Nachtversion sollten aber die Stadtlichter eine Spur heller sein denke ich.
@Stefan
Super Arbeit, Respekt! Ich denke aber, dass das Regenbild noch “glaubwürdiger” wirken würde, wenn man die Fernsicht deutlich einschränkt, also quasi so ne Art Nebel erzeugt. Ich kann die Alpen nie sehen, wenn es regnet ;-) Aber ansonsten, wie gesagt, tolle Arbeit.
Warum muss nachts — oder kurz davor — eigentlich alles so blau sein? Filme und Fernsehserien leiden auch gelegentlich unter der Farbfehlichtigkeit der Beleuchter, aber das muss man ja nicht zur Nachahmung empfehlen.
Vielleicht sollte auch der coolste Designer beizeiten die Sonnenbrille absetzen.
Very nice photos, photoshop is so mighty software…
nur mal so am Rande und nicht dringend:
Ist eigentlich mal Jemandem aufgefallen, dass sämtliche Kommentare stets mit >>1.
häh? Was meinst du?
[...] Das Wetter von morgen und der gezeichnete Harry Potter haben daneben die größte Aufmerksamkeit erfahren. Weihnachtsgrüße durften zum Ende des Jahres nicht fehlen. Dieser Beitrag wurde am Montag, den 1. Januar 2007 veröffentlicht und in der Kategorie Feature abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen, einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten. [...]
Ich finde, das sind sehr schöne Aufnahmen. Manches sieht richtig müstisch und geheimnisvoll aus.
[...] überhaupt zur Verfügung steht womit du es machen könntest sonst hätte ich hier z.B. ein Tut für Photoshop-Weblog » Das Wetter von morgen [...]
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