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17 Kommentare

Tutorial: Portraits vertiefen

Mit Portrait vertiefen meine ich, einer porträtierten Person mehr Tiefe, Kontrast und Stimmung zu verleihen. Einen bestimmten Look, der es aus der Alltäglichkeit entreißt.

Tutorial: Portraits vertiefen

01. Kontrast dank Schärfe

Das Original bietet schon eine gute Basis, wirkt allerdings noch zu „normal“. Ich werde die Ebene nun mit dem Scharfzeichnungsfilter > Unscharf maskieren so behandeln, dass der Kontrast gesteigert wird.

Tutorial: Portraits vertiefen

Zunächst kopieren wir jedoch die Ebene über Ebene > Neu > Ebene durch Kopie oder Strg+J und wandeln diese Kopie in ein Smart Objekt um.

Dazu reicht ein Klick auf Filter > Für Smartfilter konvertieren aus. Sie können aber auch mit dem Mauszeiger über den Ebenennamen gehen, die rechte Maustaste drücken und In Smart Objekt konvertieren auswählen. Es hat sich nicht viel getan. Der Ebenenminiatur wurde nur ein Icon angefügt.

Tutorial: Portraits vertiefen

Klicken Sie im Menü auf Filter > Scharfzeichnungsfilter > Unscharf maskieren und geben Sie etwa die Werte Stärke: 40% und Radius: 70,0 Pixel ein. Bestätigen Sie mit OK.

Der Filter soll sich allein auf die Helligkeitswerte der Aufnahme auswirken. Stellen Sie dazu die Füllmethode des Filters von Normal auf Luminanz um.

Achtung: Diese Einstellung nehmen Sie nicht direkt in der Ebenenpalette vor. Soll die Ebenendeckkraft oder die Füllmethode eines Smartfilters verändert werden, so rufen Sie dazu mit einem Doppelklick auf das Symbol der Optionen der Filter-Füllmethoden gleich neben dem Filternamen das Fülloptionen-Fenster auf.

Tutorial: Portraits vertiefen

Stellen Sie dort die Füllmethode auf Luminanz ein und reduzieren Sie bei Bedarf noch die Deckkraft des Filters. Somit haben Sie eine Ebene, dessen Schärfung Sie jederzeit neu justieren können, ohne Verluste in der Bildqualität hinnehmen zu müssen.

Die Maske des Smartfilters ermöglicht nun, den Effekt punktgenau anzuwenden. Klicken Sie die Maske an (das weiße Feld links neben dem Text „Smartfilter“) und im Menü auf Bild > Korrekturen > Umkehren oder Strg+I auf der Tastatur. Mit dem Pinselwerkzeug, einer weichen Spitze und weißer Farbe können Sie den Effekt nun einzeichnen. Ich habe hauptsächlich das Gesicht und die Hand betont.

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02. Kontrast dank Schwarz/Weiß

Die Einstellungsebene Schwarz/Weiß soll den Kontrast noch weiter steigern. Halten Sie die Alt-Taste gedrückt und klicken Sie unter den Korrekturen das Symbol für die Einstellungsebene an.

Tutorial: Portraits vertiefen

Da Sie die Alt-Taste gehalten haben öffnet sich ein Dialog-Fenster, in dem Sie der Ebene einen Namen und eine Farbe geben, sowie die Füllmethode einstellen können. Hier wurde der Modus auf Weiches Licht umgestellt.

Verstärken Sie die Rot- und Gelbtöne und schwächen Sie die sonstigen Farben ab. Falls Bereiche zu dunkel sind, nutzen Sie die Maske der Ebene (um den Effekt abzuschwächen) oder auch eine separate Einstellungsebene mit einer Gradationskurve.

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03. Sepiatönung

Die Einstellungsebene > Fotofilter kann für eine edle Sepiatönung sorgen. Der Filter: Sepia und die Dichte mit 100% bilden die Grundlage. Ein Doppelklick auf die Ebene (nicht aber auf den Ebenennamen) öffnet die Ebenenstile.

Sie sehen die Fülloptionen. Unter dem Punkt Farbbereich sind zwei Verläufe angeordnet. Bei dem ersten Verlauf ziehen Sie den weißen Regler mit gedrückter Alt-Taste weit auf die linke Seite. Er teilt sich in zwei Hälften auf.

Tutorial: Portraits vertiefen

So sorgen Sie für einen fließenden Übergang zwischen angeglichenen und nicht angeglichenen Bereichen. Der Sepia-Look wirkt nun weitaus edler. Sie könnten die Deckkraft dieser Ebene noch etwas reduzieren, um weitere Farben durchscheinen zu lassen.

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04. Dodge & Burn

Drücken Sie Strg+A, danach Umschalt+Strg+C und zuletzt Strg+V oder vielleicht auch Umschalt+Strg+Alt+N (erstellt eine neue Ebene) und dann Umschalt+Strg+Alt+E (sammelt alle anderen Ebenen auf dieser, ohne diese zu löschen).

So oder so haben Sie alle Ebenen auf eine Ebene reduziert auf einer neuen Ebene abgelegt. Das ist unsere Grundlage für eine Dodge & Burn-Technik.

Kopieren Sie die Ebene zweimal über Strg+J. Die Füllmethode der obersten Ebene stellen Sie auf Strahlendes Licht um. Klicken Sie im Menü auf Bild > Korrekturen > Umkehren oder Strg+I auf Ihrer Tastatur. Benutzen Sie den Filter > Weichzeichnungsfilter > Matter machen nach eigenem Geschmack.

Reduzieren Sie die Ebene mit der darunter liegenden Ebene auf eine Ebene über Strg+E und klicken Sie im Menü auf Bild > Korrekturen > Sättigung verringern. Wenden Sie den Gaußschen Weichzeichner so an, dass eine „typische“ Dodge & Burn-Grundlage entsteht.

Tutorial: Portraits vertiefen

Das hängt natürlich stark vom Bild ab und liegt etwa zwischen 7 und 14 Pixel. Stellen Sie die Füllmethode von Normal auf Ineinanderkopieren um. Sie können diese Grundlage leicht verfeinern. Zeichnen Sie einfach Weiß, Schwarz oder Grau in diese Ebene ein.

05. Feinheiten

Drücken Sie noch einmal die Kombination Strg+A, danach Umschalt+Strg+C und zuletzt Strg+V. Behandeln Sie die Ebene wieder mit dem Scharfzeichnungsfilter > Unscharf maskieren, so wie oben beschrieben, diesesmal allerdings mit den Werten Stärke: 300% bis 500% und einem Radius von 0,2 bis 0,4 Pixel, was nicht zuletzt auch von der Bildgröße abhängig ist.

Sind Bereiche zu dunkel, legen Sie eine Einstellungsebene Gradationskurve über das Bild, setzen einen Punkt in die Mitte und ziehen diesen nach oben. Klicken Sie die Maske der Einstellungsebene an und Strg+I auf Ihrer Tastatur. Mit weißer Farbe und einem weichen Pinsel malen Sie über die Stellen, die etwas aufgehellt werden sollen.

Was den Effekt auch noch verbessern könnte (ein Test ist es allemal wert!) ist das Spielen mit der Funktion Tiefen/Lichter, die Sie unter Bild > Korrekturen entdecken können. Ganz dezent angewendet, mit niedrigen Werten, wird das Ergebnis noch aufgewertet.

Tutorial: Portraits vertiefen

Vorher/Nachher-Vergleich

Ich denke das Ziel, der porträtierten Person mehr Tiefe, Kontrast und Stimmung zu verleihen, wurde erreicht (einfach mit der Maus über das Bild gehen!).
 

 

Folge 56 der Photoshop-Profis beschäftigt sich mit einer Video-Umsetzung dieses Tutorials, das auf meiner DVD, Adobe Photoshop – The Next Level, enthalten ist.

Kommentare

  1. Ist wirklich sehr gut geworden. Danke für das Tutorial !

    lg.istvan,
    pixmac.de manager

  2. Sabine Wurst

    Vielen Dank für das tolle Tutorial.
    Das ist wirklich ein beeindruckendes Ergebnis!

    Viele Grüße
    Sabine

  3. Andreas

    Super Tutorial!

    Schade das man es nicht in ein Drucklayout konvertieren und ausdrucken kann.

    Danke

  4. Ein ausgesprochen imposantes Motiv und Beispiel. Würde ich gerne selbst einmal ausprobieren.
    Sollte bei der Fotovorlage etwas Bestimmtes ganz besonders beachtet werden?

  5. Kevin R.

    danke für das super Tutorial!
    habs gleich mal ausprobiert
    klasse Ausdruck den man damit einem Foto verleihen kann!

    grüße Kevin

  6. @all: Danke für das Lob!

    @Angelika: Es sollte ein Charakterkopf mit viel „Struktur“ sein, also eher eine ältere Person mit Falten, denn genau das macht den Reiz aus.

  7. @Dirk

    Richtig. Viele kleine feine Linien eignen sich super. :-)

  8. Red

    Das ist aber auch ein super geeignetes Bild für diesen Effekt!
    Sieht am Ende wirklich genial aus!

  9. arttank

    Hey, das ist sehr gut!

  10. Tanita

    Hey, Du bist genial. Super Tut! Sowas habe ich gesucht. Ich bedanke mich in demut vor Deinem können.

  11. Schüler

    Für Apple Nutzer total unüberschaubar, die ganzen Tastaturkürzel sind dort TOTAL anders. Leider nicht das, was ich mir erwartet hatte.

  12. Felix

    Deine Stimme ist voll cool

  13. Hamburg One

    Sehr schönes Tutorial, bin fleißig am versuchen es ähnlich umzusetzen :-)

  14. Wow, was für ein Effekt. Ein wunderbares Beispiel für die Tiefe, die man erzeugen kann.
    Ich habe vieles davon inzwischen bei Portraits umgesetzt.

    @ Schüler: So schwierig ist das am Apple nicht- man muß einfach ein bißchen üben, dann hat man die shortcuts bald auch bei Apple drauf.

    Vielen Dank für die Schritt für Schritt Anleitung.

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