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High Dynamic Range

Aktuell sieht man im Netz immer öfter sogenannte HDR-Bilder. HDR bedeutet High Dynamic Range, was auf ein im Original sehr hohes Kontrastverhältnis eines Fotos hindeutet. Die gängigen JPEG-Fotos, die man in zahlreichen Galerien bewundern kann, haben ein Kontrastverhältnis von etwa 250:1, weshalb so ein Foto auch LDRI, also Low Dynamic Range Image, genannt wird. Beim High Dynamic Range Image liegt das Kontrastverhältnis weitaus höher bei 60.000:1.

Solch einen Kontrastumfang kann kein üblicher Monitor mit seinen 255 Helligkeitswerten darstellen. Ohne „Behandlung“ wird ein spezieller HDR-Monitor nötig. Ein sehr guter und langer, aber leider englisch-sprachiger Artikel zum Thema HDR zeigt so einen Monitor, der klobig wie ein zwanzig Jahre alter Fernseher wirkt.

Zum Glück kann man HDR-Fotos auch auf einem gängigen Monitor anzeigen lassen, wenn man sie zuvor mit einem sogenannten Tonemapping-Programm behandelt, um die Daten auf den Bereich innerhalb der darstellbaren Werte herunter zu rechnen. Diese Software ist zum Beispiel beim Spezialisten HDR Soft erhältlich. Das ist einer von vielen kommerziellen Anbietern, doch zeigen die Beispiele auf der Website sehr schnell, warum HDR so interessant ist. Wer von diesen Fotos nicht genug bekommt, sollte die Flickr-Gruppe HDR aufrufen, die tausende solcher Bilder präsentiert. Die Ergebnisse erscheinen oft unwirklich und künstlich.

In diesem Zusammenhang muss auch das Dynamic Range Increase angesprochen werden. Dabei werden mehrere Aufnahmen eines Motivs mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufgenommen, und später in Photoshop kombiniert, wodurch ebenfalls der Kontrastumfang steigt. Ein sehr ausführlicher Artikel auf digitalkamera.de zeigt in zwei Teilen, wie diese Technik in Photoshop umgesetzt wird (Teil 1 / Teil 2).