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Akt ungleich Nackt

Die Akt-Fotografie könnte man bösartig als Wichsvorlage für Intellektuelle bezeichnen, da sie je nach Künstler öfters mal Grenzen überschreitet und Obszönes, doch zumeist Schönes präsentiert, dabei aber nie plump wirkt, was wohl einer der Unterscheidungsmerkmale zwischen Nackt- und Akt-Aufnahmen ist. Das mag nicht jedermanns Geschmack treffen, vor allem wenn die Bilder doch einmal wie Aufnahmen schmutziger Filmchen wirken. Da solche Fotos durchaus in seriösen Galerien ausgestellt werden, verweise ich auch hier darauf.

The Modernist bietet unterschiedlichen Künstlern eine Plattform. Terminal 1 ist für Aktbilder reserviert, wo derzeit acht Fotografen vorgestellt werden. Schon diese noch recht harmlosen Beispiele zeigen, wie verschieden ein Akt sein kann, welche doch einen gemeinsamen Nenner haben: Es sind Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Sehr oft werden Aktbilder ohne Farbe aufgenommen oder nachträglich in der Bildbearbeitung entfärbt, da die unbunte Ausführung einfach seriöser wirkt.

Farbig und gewagter sind die Aktbilder auf TheNymphes.net. Die lächerliche Altersabfrage am Anfang der Website wird natürlich kaum einen Jugendlichen vom Eintritt abhalten, doch treiben diese sich eh auf anderen Seiten herum. Die italienische Fotografin und Berlinerin Simone Modotti ist verantwortlich für Aufnahmen, die einem biederen Geist zu weit gehen werden.

Zurückhaltener und vielleicht etwas kommerzieller ist Thierry le Goues. Viele seiner Bilder könnte man sich als Cover oder in der Werbung vorstellen, was zum Teil natürlich auch der Fall ist. Eine Altersabfrage ist hier unnötig.

Es überrascht kaum, dass die Aktfotografie von Männern hinter und Frauen vor der Kamera dominiert wird. Doch zeigt Paul Mpagi Sepuya, dass auch Männer als Models einen Wert haben. Der Fotograf bildet sie sehr natürlich und ohne große Effekthascherei ab.

Stefan De Lay fordert für seine Fotos auf der Website ein elterliches Abkommen für Kinder unter 16 Jahren, wenn sie die Bereiche Nacktphotos und Nackt Porträt besuchen möchten. Diese sind ein schönes Beispiel für warme Töne, die wohl dank Duplex entstehen.

Wem diese Bilder zu brav sind, der besucht Kula Photografie (das Internet lebt, nur dieser Link nicht mehr). Da kommt es entgültig zur Verschmelzung von Kunst und Porno, deren Wert wohl nur der Künstler beurteilen darf. Bestimmt nichts oder gerade etwas für die Frauenrechtler unter den Besuchern. ;-)

Wer auf den Geschmack gekommen ist, besucht auch noch Jörn Stubbe oder den Blickpunkt Fotografie.