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Ein Kommentar

Fototipps: Schmetterlinge richtig fotografieren

Fototipps: Schmetterlinge richtig fotografieren

So schön Schmetterlinge die Vielfalt der Muster und Farben der Natur repräsentieren, so schwierig ist es auch für den ambitionierten Fotografen, diese beweglichen Objekte auf die Speicherkarte zu bannen. Doch gezieltes und überlegtes Herangehen führt auf die Dauer zum Erfolg. Allerdings sollte der Schmetterlingsfotograf in jedem Fall Geduld mitbringen. Mit einem schnellen Schnappschuss dient höchstens mal der Zufall. Das sicherere Instrument ist allemal die Übung, das Sammeln von Erfahrungen mit diesem speziellen „Fotomodell“.

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Wir wollen hier hauptsächlich zwei Möglichkeiten erörtern, die zum Erfolg führen: Die Fotografie des ruhenden Schmetterlings und die Fotografie des fliegenden Schmetterlings. Beides hat jeweils eigene Brillianz, aber auch spezifische Anforderungen.

Schmetterlingsfotografie in Ruhe

Die erste Herausforderung besteht gar nicht in der Fototechnik: Denn wer es schafft, vor den Schmetterlingen aufzustehen, hat die besten Chancen auf einmalige Fotos. Morgens, wenn es noch kühl ist, halten die Models noch schön still, so dass in Ruhe die erforderlichen Kameraeinstellungen vorgenommen werden können. Vielleicht glitzern die Farben im Gegenlicht. Oder der Fotograf hat besonderes Glück: Im August ist die Wahrscheinlichkeit hoch, neben dem Farbenspiel auch noch das Glitzern feiner Wassertropfen auf den Flügeln der Schmetterlinge vor die Linse zu bekommen.

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Fortgeschrittene Fotografen sollten sich entweder für ein Makroobjektiv oder ein Teleobjektiv mit einer Brennweite über 200 mm entscheiden. Das Makroobjektiv ermöglicht die Darstellung feiner Details. Größeren Abstand erlaubt (und erfordert) das Teleobjektiv. Auch damit gelingen bei richtiger Einstellung einzigartige Aufnahmen.

Stimmiger Bildaufbau

Natürlich kommt es immer darauf an, welchen Aspekt die Fotografie hervorheben soll. So ist für eine scharfe Darstellung des Schmetterlings eine offene Blende geeignet. Wie aus der Tierfotografie bekannt, ist es wichtig, den Fokus auf den Kopf des Schmetterlings zu legen. Entscheidend beeinflusst wird die Qualität des Bildes auch durch die Wahl der Perspektive. Die besten Erfolge sind erzielbar, wenn sich die Linse auf gleicher Höhe mit dem Objekt bewegt. Als Hintergrund ist eine ruhige Umgebung geeignet, im Wind bewegte Grashalme können das Bild empfindlich stören.

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Zum ruhigen Hintergrund gehört der ruhige Stand der Kamera. Am besten bedient man sich eines Stativs. Wer das nicht zur Hand hat, kann sich damit behelfen, die Kamera auf einen Stein zu legen oder sich an einem Baum oder ähnlichem abzustützen.

Und wenn sich das Fotomodell doch davon macht? Dann tröstet das Naturerlebnis, sich intensiv mit dem jeweils einzigartigen Exemplar beschäftigt zu haben.

Schmetterlingsfotografie in Bewegung

Ganz andere Herangehensweisen erfordert das Fotografieren bewegter Flugobjekte. Für eine überlegte Bildgestaltung bleibt ebenso wenig Zeit wie für die Einstellung des Autofokus bei den erforderlichen geringen Belichtungszeiten. Für jede der vorgestellten Methoden gilt: Höhere Brennweiten von mindestens 105 mm sind erforderlich für die Größendarstellung. Nur bei Belichtungszeiten, die kürzer sind als 1/500 s, besteht die Möglichkeit, die rasenden Bewegungen „einzufrieren“.

Die Fokusserie braucht den Einsatz einer Kamera, die eine hohe Bildwiederholungsfrequenz aufweist. Mindestens fünf Aufnahmen pro Sekunde müssen möglich sein. Die Kamera wird manuell etwas vor dem Falter fokussiert, so dass dieser in den Fokus hineinfliegen kann. Aus der Fülle der Serienaufnahme kann dann mit etwas Glück ein ansprechendes Bild ausgewählt werden.

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Lichtschranken zu verwenden erfordert einigen Aufwand und handwerkliches Geschick: Zwei sich kreuzende Lichtschranken müssen in etwa 50 cm vor der Kamera installiert werden. Der Fokus wird manuell auf die Lichtschranken ausgerichtet, die Aufnahmen erfolgen mit Unterstützung des Blitzlichts. Die Kamera wird jedes Mal ausgelöst, wenn das Insekt die Schranke kreuzt. Durch die Auslöseverzögerung der meisten Kameras ist allerdings die Installation eines Hilfsverschlusses vor dem objektiv erforderlich. Zusätzlich wird in den meisten Fällen eine Nachbearbeitung am PC nicht zu vermeiden sein.

Das Vorfokussieren schließlich bietet die besten Möglichkeiten, das Bild gezielt zu gestalten. Dazu ist eine gewisse Zeit der Beobachtung des Schmetterlings erforderlich. Denn dieser sucht sich Flugbahnen, die sich wiederholen. Am besten mit Hilfe eines Stativs fokussiert der Fotograf manuell auf einen zu erwartenden Punkt des Vorbeiflugs. Nun wird die Kamera auf Autofokus umgestellt. Da dieser nun kürzer braucht, ist die Wahrscheinlichkeit, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken, deutlich erhöht.

Kommentare

  1. Leider viel zu verregnet diesen Sommer um Schmetterlinge zu finden ;-)

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