Tutorial: Pseudo-HDR Tutorial: Pseudo-HDR – Photoshop-Weblog – Alles zum Thema Bildbearbeitung
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12 Kommentare

Tutorial: Pseudo-HDR

Ihr kennt das sicher auch: Da probiert man lange Zeit in Photoshop neue Kombinationen aus und es kommt zu einem Ergebnis, das genau bei einem Foto gut aussieht, bei vielen weiteren jedoch nicht. Das hier ist so ein Fall.

Nun, vielleicht nicht so ganz, denn dann würde ich nicht darüber schreiben. Dieser „Trick“ funktioniert bei Bildmaterial, das weder Tiefschwarz noch Reinweiß zeigt. Das Model im Studio vor weißem Hintergrund führt sogar zu schrecklichen Ergebnissen. Seid als gewarnt.

01. Vorbereitungen

Zunächst habe ich ein JPEG in Camera RAW geöffnet, über Bridge > Rechte Maustaste > In Camera Raw öffnen. Wenn man die Umschalttaste gedrückt hält, ändert sich der Button „Bild öffnen“ zu „Objekt öffnen“ ab. So wird das Foto als Smart Objekt mit Verbindung zu Camera Raw in Photoshop geladen. Ein Doppelklick auf die Ebenenminiatur ruft nun immer wieder den RAW-Dialog auf. Sehr praktisch.

Tutorial: Pseudo-HDR

Ich möchte nun die Ebene kopieren. Damit diese unabängig vom Original ist, und bei Änderungen in Camera Raw nicht auch die Kopie beeinflusst wird, bin ich mit dem Mauszeiger über den Ebenennamen gegangen, habe die rechte Maustaste gedrückt und „Neues Smart-Objekt durch Kopie“ ausgewählt. Beide Ebenen könnten nun für sich im Raw-Dialog behandelt werden. Bei der obersten Ebene wurde so auch gleich über den Regler Sättigung das Bild entfärbt.

Tutorial: Pseudo-HDR

02. Korrektur

Der obersten Ebene habe ich eine Korrektur zugewiesen. Kurz gesagt: Umkehren, dann im Menü auf Ebene > Schnittmaske erstellen klicken. Sie könnten aber auch erst im Menü auf Ebene > Neue Einstellungsebene > Umkehren klicken, um dann in der Ebenenpalette mit dem Mauszeiger über die Grenze der beiden Ebenen zu gehen. Das Halten der Alt-Taste und ein Klick auf den Übergang der Ebenen sorgt dann ebenso für eine Schnittmaske.

Tutorial: Pseudo-HDR

03. Filter

Nach einem Klick auf die Hintergrundkopie habe ich den Filter > Stilisierungsfilter > Leuchtende Konturen und den Weichzeichnungsfilter > Matter machen aktiviert. Um die Einstellungen muss man sich nicht weiter kümmern. Da es Smartfilter sind, können wir diese jederzeit editieren. Der Filter „Leuchtende Konturen“ sollte sich allerdings etwas abgeschwächt auswirken. Stellen Sie dazu die Deckkraft des Filters auf etwa 20% ein.

Achtung: Diese Einstellung nehmen Sie nicht direkt in der Ebenenpalette vor. Soll die Ebenendeckkraft oder die Füllmethode eines Smartfilters verändert werden, so rufen Sie dazu mit einem Doppelklick auf das Symbol der Optionen der Filter-Füllmethoden gleich neben dem Filternamen das Fülloptionen-Fenster auf.

Tutorial: Pseudo-HDR

04. Pseudo-HDR

Die Deckkraft der Hintergrundkopie wurde auf etwa 60% reduziert, dann die Füllmethode von Normal auf Strahlendes Licht umgestellt. Erst dachte ich, dass man dieses Ergebnis auch leichter über Tiefen/Lichter erreichen könnte, was aber nicht stimmt. Es ist besser. Und ich kann beide Ebenen im RAW-Dialog weiter verfeinern. (wer über das Bild geht, sieht den Vorher/Nachher-Effekt)

 

 

Das Ergebnis ist nicht schlecht. Auch auf ein weiteres Bild angewendet konnte ich gute Ergebnisse erreichen. Zahlreiche andere Fotos wurden aber praktisch zerstört. Vielleicht ist diese „Technik“ nur eine Sackgasse, aber nur so entdeckt man weitere Möglichkeiten.

Generell ist es eine gute Übung des Zusammenspiels von Camera Raw, Einstellungsebenen und Smartfiltern.

Tutorial: Pseudo-HDR

Von meinen Lesern würde ich nun gerne wissen, ob diese Technik bei euren Aufnahmen zu guten Ergebnissen führt oder ob ihr vielleicht eine weitaus bessere Pseudo-HDR-Technik kennt, die viel einfacher das gleiche Ergebnis bringt.

Auch interessant wäre es zu erfahren, in welche Sackgassen ihr schon gelandet seid, beim Experimentieren mit Photoshop.