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Fehler bei Streetfotografie vermeiden

Fehler bei Streetfotografie vermeiden

Wer gute Streetfotos machen will, sollte wissen, welche Fehler es zu vermeiden gilt. Solche Fehler unterlaufen nicht nur Anfängern.

Foto: LarsZ/Shutterstock.com

Keine Hintergrundkontrolle auf dem Bild

Ist der Hintergrund unruhig oder wird er nicht richtig in das Bild integriert, sterben Streetfotos. Der bekannte Streetfotograf Bruce Gilden sagt, dass ein gutes Bild über den gesamten gewählten Ausschnitt funktionieren muss. Viele Streetfotografen argumentieren, dass der Hintergrund so war und sie nichts machen konnten. Etwas machen, das gelingt mit der Veränderung des eigenen Standpunkts. Der Hintergrund verändert sich bereits durch einen großen Schritt nach rechts oder links. Eine vollständige Veränderung des Hintergrunds entsteht, wenn zusätzlich die Kamera nach oben bewegt wird oder die Aufnahme vom Boden aus erfolgt.

Zu viel auf dem Bild

Oft neigen Fotografen dazu, dass sie alles zeigen wollen. Damit zeigen sie nichts, denn die Kunst der Reduktion ist beim Fotografieren gefragt. Bei jedem Bildelement sollten sich Fotografen fragen, ob sie es für ihr Bild wirklich brauchen. Bei einem Nein als Antwort muss die Frage beantwortet werden, wie das Element aus dem Bild entfernt werden kann. Die Beschränkung auf das Wesentliche gelingt, wenn die Aufnahme im Hochformat erfolgt oder der Fotograf näher an das primäre Motiv herangeht. Bei einem Hochformat wird mehr Boden oder mehr Gebäude und Himmel gezeigt. Das Bild wird dadurch ruhiger.

Schräg von der Seite fotografiert

Wurde ein Bild schräg von vorn oder von hinten aufgenommen, wirkt es schwach, denn es wird aus der Peripherie betrachtet. Da der Fotograf am Rande steht, fühlt sich auch der Betrachter so, als würde er am Rande stehen. Die Handlung auf dem Bild geht an ihm vorbei. Der Betrachter wird nicht vom Bild berührt. Damit ein Bild mit Menschen auf der Straße seine Wirkung nicht verfehlt, kann aus drei Richtungen fotografiert werden:

  • Direkt von vorn: Da vom Fotografen Geschwindigkeit und Überwindung gefordert werden, ist das eine große Herausforderung. Bevor die Person ausweichen kann, muss der Auslöser betätigt werden. Durch eine visuelle Konfrontation entstehen starke, bewegende Bilder.
  • Im Profil: Das Bild im Profil ist einfacher zu machen als ein Bild direkt von vorn. Die Menschen nehmen nicht wahr, dass sie fotografiert werden. Mit einer Profilaufnahme können dynamische Szenen gut abgebildet werden.
  • Direkt von hinten: Ein Bild von hinten ist einfach aufzunehmen, doch fehlt das konfrontierende Element, anders als bei Bildern direkt von vorn oder im Profil. Das Bild wirkt ruhiger und damit auch langweiliger. Umso wichtiger ist daher ein spannender oder gut integrierter Hintergrund.

Der Autor Martin U Waltz

Martin U Waltz ist ein leidenschaftlicher Berliner Streetfotograf und Herausgeber der deutschen Streetfotografie Seite. Als Gründungsmitglied des Berliner Fotografenkollektivs Berlin1020 hat er viele internationale Preise gewonnen. In Ausstellungen in Berlin, Budapest, Bukarest, London, Dublin, Rom und New York waren seine Bilder bereits zu sehen.